Wanderung der Vereinsgemeinschaft Wullenstetten

Übernommen aus einem Artikel von Josef Ölberger, Sprecher der Vereinsgemeinschaft Wullenstetten

Gemeinsame Wanderung zu den Vereinseinrichtungen in Wullenstetten.

Am Samstag, den 07.Juli 2018 trafen sich die Vorsitzenden der Wullenstetter Vereine und ihre Stellvertreter/in zu einer gemeinsamen Wanderung zu ihren Vereinseinrichtungen.

Treffpunkt war um 15.00 Uhr das Haus St. Katherina der Kath. Kirchengemeinde in der Rauth Straße.

Der Sprecher der Vereinsgemeinschaft Josef Ölberger begrüßte die Teilnehmer und freute sich, dass alle Wullenstetter Vereinsvorsitzende und Stellvertreter an diesem Ausflug mitmachen und dabei sind. Er erinnerte daran, dass nach der erfolgreichen 800 Jahr Feier Wullenstetten, die die Vereine gemeinsam ausgerichtet haben, der Wunsch geäußert wurde, wieder miteinander etwas zu machen.

So ist die Idee entstanden, eine Wanderung durch Wullenstetten zu den jeweiligen Vereinen zu unternehmen um sich gegenseitig noch besser kennenzulernen und auch mal hinter deren Kulissen zu schauen.

Im Haus St. Katherina begrüßte uns Edwin Hartwig als Vertreter der Pfarrgemeinde und führte uns durch das Gebäude. Neben dem Jugend und Gruppenraum betonte er, ist der große Saal mit ca. 120 Sitzplätzen ein beliebter Veranstaltungsraum für viele öffentliche und private Anlässe und für Wullenstetten eine echte Bereicherung.

Nach einem kleinem Imbiss und Getränk marschierten wir weiter über den alten Sportplatz zum RSV Sportgelände. Hier in der Vereinseigenen Gaststätte stellte der 1. Vorsitzende Helmut Herchel seinen Verein vor. Der RSV ist mit rund 900 Mitgliedern der größte Verein in Wullenstetten und der 2.größte in der Stadt Senden. Rund 100 Mitglieder arbeiten ehrenamtlich für den Verein, angefangen von der Rasenpflege, Übungsleiter, Jugendbetreuer und vieles andere, damit der Verein seine Aufgaben erfüllten kann. Der RSV ist für den Breitensport ausgelegt und bietet vielfältige Möglichkeiten sich sportlich zu betätigen. Bei der Führung durch das Vereinsgebäude betonte Helmut Herchel, dass die Gymnastikhalle, die jeden Tag belegt ist, in die Jahre gekommen ist und über eine Sanierung oder auch Vergrößerung nachgedacht werden muss. Abschließend wurden wir zur Stärkung für die nächste Etappe in der Vereinsgaststätte mit Bier und Antipasti verwöhnt.

 

Frisch gestärkt mussten wir die steilste Straße Wullenstettens, am Waldblick, bezwingen um dann zum Vereinsheim der Hubertus Schützen im Dachgeschoss der Grundschule zu gelangen. Hier angekommen, wurden wir vom 1. Vorsitzenden, Stefan Kiener, begrüßt. Auch er stellte seinen Verein mit ca. 140 Mitgliedern kurz vor. Das Schützenheim mit Schießanlage wurde vor ein paar Jahren renoviert und die Schießanlage modernisiert. Sportlich ist der Verein auf Bezirks- und Landesebene auf den vorderen Plätzen mit Schützen, wie Uli Wiedermann und Korbinian Koch, gut vertreten. Zu unserer Überraschung mussten wir uns auch sportlich, im Blasrohrpusten, betätigen. Dass dies leichter aussieht, als es ist, den Pfeil auf die Scheibe zu blasen, mussten wir feststellen. Es gelang einigen aber doch gute Ergebnisse zu erzielen. Rudi Nigel gewann, den von den Schützen gestifteten Pokal, mit 38 Ringen. Nach dieser Anstrengung gab es von den Schützen Wurstsalat und ein Schnäpschen.

 

Bei schwüler Hitze wanderten wir weiter zum Proberaum des Musikverein Harmonia, im Untergeschoss der Wirtschaftsschule. 1. Vorsitzender, Stefan Theobald, verkündete, dass sein Verein rund 400 Mitglieder hat. Neben dem „Aushängeschild“ Blasorchester ist es Stefan Theobald und den Verantwortlichen wichtig, für Nachwuchs zu sorgen. So werden die Jüngsten bei den Notenflöhen und der Jugendkapelle gefördert und begeistert. Besonders beeindruckt waren wir von dem riesigen Notenarchiv, die in den großen Schränken aufbewahrt werden und einen hohen Wert darstellen. Sehr lustig war dann, als wir versuchen mussten, der großen Tuba einige Töne zu entlocken, was aber nur wenigen gelang. Dafür griffen wir beim bereitgestellten Brotzeitrad und Bergbier beherzt zu, denn zum Feuerwehrhaus, der nächsten Station, war es doch ein Stück weit zu laufen.

 

Hier angekommen begrüßte uns der 2. Vorsitzende, Rudi Nigel. Er erklärte uns die Aufgaben und Ziele des Feuerwehrvereins. Der Verein unterstützt die Feuerwehr finanziell, so wurden z.B. beim Gerätehausneubau und Umbau erhebliche Mittel aus dem Verein beigesteuert ebenso für Ausrüstung und Geräte. Mittel, die aus Veranstaltungen, wie Dorffest, Schrottsammlungen etc. erwirtschaftet werden. Beim Rundgang durch das Feuerwehrhaus konnten wir sehen, wie es aus allen Nähten platzt, vor allem fehlt ein Jugendraum. Deshalb ist ein Anbau sinnvoll. Auch die Feuerwehr ließ es sich nicht nehmen uns mit Nahrung, in Form einer feurigen Currywurst und Löschwasser, zu versorgen.

 

Von jetzt ab wurden die Wege zu den Stationen kürzer. Nächster Halt war der Hof von Andreas Harder in der Johann-Glocker-Straße, wo der Traktoren- und Oldtimerverein und der Veteranenverein einen Pavillon aufgebaut hatten. Andres Harder, 1. Vorsitzender, vom Traktoren- und Oldtimerverein, erzählte uns, dass sein Verein rund 60 Mitglieder hat und auch genauso viele historische Maschinen und Geräte im Bestand dieser Mitglieder sind. Der Verein wurde 2004 gegründet und richtet alle paar Jahre ein großes Oldtimertreffen aus.

 

Thomas Marquard, 1. Vorsitzender des Soldaten- und Veteranenvereins, erklärte uns, dass sein über 135 Jahre alter Verein, vor allem das Gedenken bewahren will, das die vielen Opfer von Krieg und Gewalt der beiden Weltkriege von Wullenstetten und darüber hinaus erleiden mussten. Die Ausrichtung der Gedenkfeier am Volkstrauertag sowie kleinere Ausflüge für die Mitglieder sind wichtige Bestandteile des Vereinslebens. Mit den bereitgestellten Landjägern und Bier verabschiedeten wir uns um 20.30 Uhr zur letzten Station, zum jüngsten Verein, dem Förderverein zur Pflege und Erhalt der ehemaligen Gemeindewaage, kurz „Waaghäusle Wullenstetten“.

 

Dessen 1. Vorsitzender, Josef Ölberger, berichtete uns wie der Verein entstanden ist und welche Ziele er sich gesetzt hat. Seit der Gründung im März dieses Jahres sind 40 Mitglieder dem Verein beigetreten. Bis Jahresende erwartet der Vorsitzende, dass das halbe Hundert erreicht wird. In nächster Zeit sollen auch die Verschönerungs- und Renovierungsarbeiten, an dem genau 100 Jahre alten Gebäude, beginnen. Es sollen das Fenster, die Tür und der Putz repariert bzw. erneuert werden, sodass es bald wieder ein Schmuckstück unseres Dorfes wird. Auf den bereitgestellten Biertischen und Bänken fanden sich schnell noch andere Mitglieder ein und zu guter Letzt wurden wir auch vom Waaghäusleverein mit allerlei Essen und Getränken versorgt, so konnten wir bis Mitternacht einen gelungenen Tag feiern.

 

Vereinsgemeinschaftssprecher, Josef Ölberger, zog das Fazit: Es war ein interessanter Tag, nicht nur dass wir alle mit einem vollen Magen an diesem Tag auseinandergehen, sondern wir alle konnten viele gute Eindrücke voneinander gewinnen. Das Wichtigste ist, sagte Josef Ölberger, da waren sich alle einig, dass die Vereine in Wullenstetten gut miteinander auskommen und zusammenhalten. Dazu hat dieser Ausflug sicher auch ein stückweit beigetragen.

 

Josef Ölberger

Sprecher der Vereinsgemeinschaft